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Das Konzept "Rechtspluralismus"
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refers to the normative heterogeneity attendant upon the fact that social action
always takes place in a context of multiple, overlapping 'semi-autonomous social
fields', wich, it may be added, is in practice a dynamic condition."
Rechtspluralismus ist jedoch nicht nur ein Phänomen, wie es bis hierher
besprochen wurde, sondern auch eine ("gesellschaftspolitische") Aufgabe, mit der es
umzugehen gilt. Die größte Kunst im Bewältigen dieser Aufgabe liegt wohl darin aus
der Vielheit des Rechts eine (jeweilige, angemessene) Einheit der Gerechtigkeit zu
machen, eine Gerechtigkeit für alle!
2.2 Gerechtigkeit für alle!
Wie bereits ansatzweise im Seminar soll nun auch hier auf die von Habermas (z.B.
1992) eingebrachte Gerechtigkeitskonzeption innerhalb seiner Diskurstheorie
eingegangen werden, denn auch hierin finden sich (wie bei den Ansätzen der vier
besprochenen RechtsanthropologInnen) eindeutige Gegenpositionen zur (in unseren
Breitengraden so geläufigen) rechtspositivistischen Auffassung von Gerechtigkeit.
Die "kontrafaktische Idealisierung" die Habermas für seine "ideale Sprechsituation"
aufwendet, liefert jene als rahmengebende Struktur des Diskurses. Jede am
Rechtsprozess beteiligte Partei muss mit dem zu fällenden Urteil einverstanden sein
können. Ziel ist eine für alle Seiten akzeptable, konsensuale Lösung des Problems.
Dazu braucht es eine neue Art der Vernunft, die, nicht mehr auf die Ratio des/der
Einzelnen allein angewiesen ist, sondern auf in der Kommunikation entstehenden,
(für alle Beteiligten) vernünftigen Ergebnissen beruht. Habermas verleiht dieser
Vernunft das Prädikat "kommunikativ". Sie ist Mittel zur Etablierung von
(idealerweise) diskursiver und konsensualer, also legitimierbarer Gerechtigkeit im
jeweiligen Hier und Jetzt der Rechtsfindungsprozedur. Für Habermas ist diese Art
von Vernunft, diese an eine bestimmte Situation angepasste, kommunikative
Kompetenz der universelle Maßstab auf der Suche nach Gerechtigkeit. Die Frage ob
dieser universelle Maßstab auch universell anwendbar ist bleibt jedoch eine
vermutlich stets brennende.3
Bei seinen Aufenthalten in afrikanischen bzw. karibischen Gesellschaften
untersuchte Werner Zips die praktische Relevanz, bzw. die empirische Realität der
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