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Das Konzept "Rechtspluralismus"
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Habermas'schen Konzeption von kommunikativer Vernunft. Er schreibt darüber wie
folgt (Zips 1998:210):
"Bei den Studien zur rechtlichen, politischen und kulturellen Geschichte der
Maroons von Jamaica und der Akan in Ghana habe ich etlichen Prozessen
des kommunikativen Handelns beigewohnt. Gemessen an den Habermas-
schen Kriterien für partizipatorisches politisches Handeln scheinen mir hohe
Anteile der rationalen Handlungskoordination durch Prozesse des
Argumentierens und der an expliziten Geltungsansprüchen orientierten
diskursiven Meinungs- und Willensbildung gegeben. Bei aller Vorsicht vor
leichtfertigen Vergleichen spricht der bisherige Stand der diskursiven
Rekonstruktion des Rechts und der Politik bei den Maroons von Jamaica (im
strukturellen Kontext des Akan-Systems) für eine größere Nähe diskursiver
Handlungskoordination zur sozialen Faktizität, als bei manchen
(europäischen) rechtsstaatlichen Demokratien (vgl.. Zips 1993; 1996b)."
Und weiter unten (auf der gleichen Seite), bekräftigend:
"Die empirischen Untersuchungen des juristischen Feldes (der Maroons) in
Jamaica und (der Akan) in Ghana legen jedenfalls eine enge praktische
Verknüpfung von Legalität mit diskursiv begründeter Legitimität nahe, deren
Beurteilung durch die Rechtsgenossen davon abhängt, ob sich alle von einer
Entscheidung Betroffenen an dem Verfahren beteiligen konnten und die
"besseren" Gründe zur Geltung gebracht wurden. Bei strittigen Anlässen, wie
beispielsweise bei der Geltung (ungeschriebener) rechtlicher Normen, bei
politischen oder ökonomischen Entscheidungen sowie bei der Lösung interner
Konflikte deuten rechtliche Praktiken auf die rechtsbegründende, Faktizität
und Geltung zusammenführende Kraft von Verhandlungen hin."
Trotz eines kulturell geprägten "Rechtsverständnisses" und einer kulturell geprägten
Art der "Rechtsfindung", sowie einer kulturell geprägten Struktur der
"Rechtsprozesse" findet sich eine faktische Orientierung an den diskurstheoretischen
Ansprüchen also auch in (von Habermas gern) sogenannten "archaischen"
Gesellschaften und deren "Rechtssystemen". Gerechtigkeit wird "gewusst", ihr
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